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Sport Communities im World Wide Web #läuft

Social Media ist im Jahr 2015 nicht mehr wegzudenken und hat auch den Fitness- und Gesundheitsbereich erreicht. Der Drang seine Aktivitäten in sozialen Netzen zu posten ist riesig. Online-Communities sind hier ein großes Thema und erleichtern die Analyse und den Austausch von Trainingsdaten. Wir haben die vier größten Anbieter im Bereich Fitness-Plattformen genauer unter die Lupe genommen und auf ihre Tauglichkeit im Hinblick auf Social Networking getestet.

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ie meisten Läufer sind beim Training mit modernen GPS Pulsuhren ausgestattet. Diese Hightech-Computer am Handgelenk bieten zahlreichen Funktionen. Neben der Steuerung des Trainings bieten sie vor allem die Möglichkeit über WLAN und Bluetooth die Trainingsdaten auf Online-Plattforen über das Smartphone oder den PC hochzuladen.

Zahlreiche Plattformen wie Garmin Connect, Polar Flow, Suunto Movescount oder Runtastic stehen zur Auswahl und bieten die Möglichkeit die Trainingsdaten in Communities auszutauschen oder auf sozialen Plattformen wie Facebook oder Instagram zu teilen. Zusätzlich bieten alle Firmen eigene Apps an, um auch auf dem Smartphone ständig sein Training im Überblick zu haben und mit anderen Läufern oder Fitnessbegeisterten in sozialen Medien teilen zu können.

Das Schlagwort heißt Social Networking und trifft den Zeitgeist im Jahr 2015, in dem jeder sein Leben auf sozialen Plattformen kundtut. Das haben auch die Hersteller der Fitness Applikationen und Online-Plattformen erkannt.

Garmin Connect

Der Schweizer Hersteller von innovativen Sportuhren hat in seiner Fitness-Plattform Garmin Connect einen Menüpunkt mit dem Namen Verbindungen. Hier kann sich der User mit anderen Sportlern vernetzen und seine Aktivitäten teilen. Es können Personen gesucht werden und als „Freund“ hinzugefügt werden. Um sich zu verbinden muss eine Anfrage gestellt und von der anderen Person freigegeben werden. Ein eigener Aktivitätsfeed zeigt dann die Trainingseinheiten anderer Sportler an. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einzelne Aktivitäten zu liken und sein Profil einem Foto zu versehen.

Garmin Connect Quick overwiev (Video)

Social Networking mit Garmin Connect

Social Networking mit Garmin Connect

Polar Flow

Der finnische Anbieter Polar hat in seine Online-Plattform Polar Flow ebenfalls eine umfangreiche Social Networking Funktion eingebaut. Man kann sich zum Beispiel mit seiner Pulsuhr Polar M400 oder dem Aktivity Tracker Polar Loop mit der Software verbinden. Ähnlich wie bei Garmin Connect kann man die Trainings anderer Personen über den Menüpunkt Feed aufrufen und so die Online-Aktivitäten anderer User sehen. Allerdings ist die grafische Oberfläche wesentlich benutzerfreundlicher als bei Garmin und auch die Usability um einiges leichter. Bei Polar Flow muss man auch als erstes eine Person über das Suchfeld suchen und ihr danach eine Follow-Anfrage stellen. Danach sieht man die einzelnen Aktivitäten und kann Kommentare hinzufügen.

Polar Flow Überblick (Video, englisch)

Social Networking mit Polar Flow

Social Networking mit Polar Flow

Suunto Movescount

Der ebenfalls aus Finnland stammende Hersteller Suunto hat seine Plattform Suunto Movescount mit dem Punkt „Community“ ausgestattet und bietet wesentlich mehr Möglichkeiten als Garmin und Polar. Der Einstieg in das soziale Netz von Suunto bietet der Menüpunkt „Moves“. Hier können die Aktivitäten von anderen Usern in der Nähe angezeigt werden. Bei der Bildung seiner Online-Community gibt es die Möglichkeiten Gruppen beizutreten oder auch nach Events zu suchen. Andere User können über verschiedene Auswahlfunktionen wie „Aktivitätsgrad“ oder „Beliebtheitsfaktor“ gesucht werden. Ein besonderes Feature bietet die interaktive Karte, wo man andere Sportler in seiner Nähe finden kann. Mitglieder können hier, anders als bei Polar und Suunto, ohne Anfrage verfolgt werden. Es werden viele Daten, wie letzte Moves, Soziales Profil, Monatsübersichten, etc. angezeigt.

Suunto Movescount Überblick (Video)

Social Networking mit Suunto Movescount

Social Networking mit Suunto Movescount

Runtastic

Derzeit ist das österreichische Unternehmen Runtastic, welches gerade von Adidas übernommen wurde, in den Medien sehr präsent. Runtastic wurde 2009 von Florian Gschwandtner als Startup gegründet und hat seitdem sehr viele Anhänger seiner Community dazugewonnen. Das umfangreiche Fitnessportal und die Apps bieten zahlreiche Möglichkeiten und sind in verschiedenen Versionen (kostenlos und als Kaufversion) erhältlich. Die Online-Plattform ist sehr stark auf Social Networking ausgelegt. Die grafische Oberfläche der Web-Applikation ist zwar nicht auf dem Stand von Garmin, Polar oder Suunto, dennoch bietet sie umfangreiche Möglichkeiten sich mit anderen Usern zu vernetzen oder Trainings mit Freunden zu teilen. Vor alles die App bietet die Möglichkeit das Training live auf Facebook zu starten und ermöglicht somit eine Interaktion mit Freunden. In der Webplattform werden Freunde in der Sidebar angezeigt und das Training kann live mitverfolgt werden. Verschiedene Button, wie „klatschen“, „I like it“, „Come on!“ ermöglichen mit den anderen Usern direkt zu kommunizieren. Eine Gefällt mir Funktion sowie die Kommentar-Funktion fehlen ebenso wenig, wie die Möglichkeit andere User über einen Freunde-Button hinzuzufügen.

Runtastic Youtube-Kanal (Video)

Social Networking mit Runtastic

Social Networking mit Runtastic

Runtastic: Das Ende 2009 in Linz gegründete Unternehmen feierte Ende April 30 Millionen App-Downloads. Aktuell zählt Runtastic über 25 Millionen Nutzer von mobilen Apps. Zehn Millionen Sport- und Fitnessbegeisterte haben sich in der Runtastic Fitness-Community registriert. Aktuell wird durchschnittlich jede Sekunde eine Runtastic App heruntergeladen – Tendenz steigend.

4 Sport Communities – 1 Fazit

Die vier getesteten Online-Plattformen im Fitness- und Sportbereich bieten alle die Möglichkeit sich mit einer Community zu verbinden und seine Trainingseinheiten zu teilen und sich mit anderen Usern zu Verknüpfen und ihnen zu folgen. Auch bieten alle vier Unternehmen eigene Apps an, um auch am Smartphone aktiv zu sein. Jedoch gibt es teilweise große Unterschiede in den Funktionen des Social Networkings.

„Es ist wichtig sich schon vor dem Kauf einer neuen Pulsuhr zu überlegen, welche Anforderungen man an die Online-Plattform stellt.“

Hier steht ganz klar Runtastic an erster Stelle. Der österreichische Anbieter bietet am meisten Funktionsumfang für ein Community Building im Fitness Sektor und man kann seine Trainingseinheiten live auf Facebook posten und von Freunden mittels Likes sogar Applaus während des Laufens bekommen. Suunto Movescount ist mit der Kartenfunktion, wo man andere Sportler in seiner Nähe finden kann, an der an zweiter Stelle. Auch bietet Suunto im Bereich Usability eine sehr schöne Benutzeroberfläche und viele Möglichkeiten einer sozialen Vernetzung. Polar Flow liegt mit einer schön gestalteten Benutzeroberfläche an dritter Stelle. Hier muss man, genauso wie bei Garmin Connect, seine Freunde erst hinzufügen und bestätigen lassen, um ihnen folgen zu können.

Aus eigener Erfahrung und über tausend absolvierten Trainingseinheiten, kann ich jedem der sich eine neue Pulsuhr zulegen möchte nur raten, dass man sich schon vor dem Kauf überlegen sollte, welche Online-Plattform den eigenen Anforderungen entspricht. Man kann sich bei jedem Anbieter auch ohne Hardware einen Zugang zur Plattform einrichten und diese schon vorab testen. Die Apps und die Online-Versionen der Communities sind in vielen Fällen sehr unterschiedlich und bieten nicht immer den gleichen Funktionsumfang. Wer sich einmal für eine Plattform enschieden hat, der kann seine aufgezeichneten Daten nur schwer auf eine anderen Anbieter übertragen.

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  1. Pingback: Trainingsdaten übertragen App

  2. Pingback: Trainingsplanung für die kommende Saison - running&style

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