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Marathon Majors – auf der Jagd nach der SIX STAR MEDAILLE

Seit einigen Jahren gibt im Rahmen der Abbott World Marathon Majors das Six Star Programm. Das ist eine besondere Auszeichnung für alle LäuferInnen die die Marathons in Tokyo, Boston, London, Berlin, Chicago und New York City gelaufen sind. Ist diese Serie komplett, dann bekommt man die SIX STAR MEDAL.

Auch ich bin auf der Jagd..vier der sechs großen Marathons liegen bereits hinter mir. Two more to go..Berlin, Boston, Chicago und Tokyo sind absolviert. New York und London sollen folgen. Dabei ist es nicht immer ganz so einfach, dass man überhaupt einen der Majors laufen kann. Meine Geschichten zu den Rennen lest ihr hier.

Berlin 2012, Tokyo 2018, Chicago 2017, Boston 2014 – 4 down 2 to go!

Berlin 2012

Meine Reise hat in Berlin begonnen. Damals wusste ich allerdings noch nichts von den Abott World Marathon Majors. Ich wusste nur, dass Berlin sehr schnell ist und auch einer der großen Marathons. Die Anmeldung verlief damals reibungslos. Ich meldete mich direkt nach Start der Anmeldephase an und habe auch gleich unkompliziert einen Platz bekommen. Das Rennen selbst war natürlich der Wahnsinn – die Stimmung top, die Strecke wirklich verdammt schnell und so kam ich mit 2h 49min 45sec ins Ziel.

 

Boston 2014

Zwei Jahre später ging es dann weiter. Boston war immer schon ein Traum. Eine Legende, ein Marathon mit Tradition. Auch die Anmeldung hier war recht einfach und ich konnte mich über meine Marathonzeit beim Wien Marathon dafür qualifizieren. Mit knapp unter drei Stunden war ich ohne Probleme dabei. Ein Jahr nach dem Anschlag waren die Sicherheitsvorkehrungen extrem hoch und die Stimmung unglaublich emotional und freundlich. Überall waren Schilder mit „Boston Strong“ zu sehen und Blumen in Blau und Geld zierten die Auslagen. Mit dem Bus ging es zum Start nach Hopkinton und nach unendlicher Warterei in der Kälte erfolgte der Startschuss. Wellig ging es dahin bis nach Boston. Die Straßen waren gesäumt von unzähligen enthusiastischen Amis die „Free hugs“ verteilten und mich immer weiter antrieben. Leider hatte ich damals den Kurs unterschätz, bin durch meine Qualizeit sehr weit vorne gestartet (viel zu schnell) und war am Ende froh das Ziel mit einer Zeit knapp unter drei Stunden erreicht zu haben. Am Ende standen 2h 57min 13sec auf der Uhr.

sub 3 and happy

Chicago 2017

Nun sollte es drei Jahre dauern bis zum nächsten Major. Spätestens jetzt hatte mich aber der Antrieb gepackt alle Majors zu finishen. Auch für Chicago konnte ich mich mit einer Qualizeit anmelden und wurde recht schnell akzeptiert. Als Wochenendtrip angelegt ging es zum wiederholten Male in die USA. Gut aufgehoben in einer Airbnb Unterkunft, wo die Vermieterin auch beim Chicago Marathon dabei war, ging es mit einem guten Gefühl zum Start. Chicago ist ein echter City Marathon und so waren die 5km einlaufen zum Start schon ein echtes Highlight. Vorbei an Polizeistationen, über den Hudson River und durch unbekannte Viertel ging es zum Grant Park der Start-Ziel-Area. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen mit meiner ASICS Frontrunnerkollegin auf zum Start. Die Morgensonne schien ins Gesicht und die Hochhäuserschluchten vor uns. Startschuss! Echtes Cityfeeling und ein unbeschreibliches Gefühl begleiteten mich, als ich durch die autofreien Straßen der City von „Al Capone“ lief. Die Laufschritte hallten in den Häuserschluchten wider. Anfangs noch gut geschützt von der Sonne war es dann in den Wohnvierteln drückend heiß und ich musste dem hohen Anfangstempo mit Bestzeitkurs Tribut zollen. Die ersten 10km hatte ich noch mit 39min passiert, den Halbmarathon in 1h 23min absolviert..aber ab dann waren Gehpausen und Stopps bei den Labestationen eine Notwendigkeit um ins Ziel zu kommen. Endzeit 3h 20min 03sec.

hard fight!

Tokyo 2018

Jetzt ging es schnell und der vierte Streich folgte zugleich. Tokyo, eine Stadt mit knapp 10 Mio Einwohnern und vielen begeisterten Läufern. Dementsprechend schwer ist es auch einen Startplatz zu bekommen. Ich habe es diesmal über eine Charity gemacht und lief für die Tokyo Development Foundation for Agriculture, Forestry and Fisheries. Extra T-Shirt, Goodie-Bag und Dankesbrief plus Lauffotos inklusive. Die Organisation des Marathons ist top – so gut geplant und durchdacht wie hier, ist wohl selten ein Marathon. Und Tokyo ist bunt, sehr bunt. Das definiert sich auch im Sport – bunte Laufshirts, Taschen und farbenfrohe Give-Aways überall bei der Startnummernausgabe im eindrucksvollen Tokyo Big Sight. Zum Start ging es mit der Metro, die zum Glück am Wochenende nicht so überfüllt war wie zu Stoßzeiten unter der Woche. Angekommen beim eindrucksvollen Startbereich vor dem Rathaus und extrem genauen Security-Checks hieß es auch hier wieder warten und warten. Belohnt wurde man mit Konfettiregen beim Start und einem sehr eindrucksvollen Marathonkurs vorbei an kulturellen Schätzen wie Schreinen, Toriis und vielen lächelnden Japanern. Die Labestationen und Toiletten entlang der Strecke waren ein Highlight für sich, da man teilweise wie bei der Formel 1 einen Boxenstopp einlegte (Ein-Aus-Fahrt bei den WCs). Diesen Marathon habe ich einfach nur genossen. Ich war froh laufen zu dürfen, genoss die Kultur, hatte Freude als ein Freund an der Strecke auf mich wartete und lief mit dem Herz. So wenig trainiert hatte ich wohl noch nie für einen Marathon und somit war die Zeit von 3h 02min 53sec und einem richtig entspannten Rennverlauf sehr befriedigend.

Tokyo – i did it 🙂

New York City 2018

Der nächste Streich folgt zugleich und mittels Qualifikation über eine Halbmarathonzeit habe ich nun auch den Start für New York 2018 in der Tasche. Big Apple i am coming! 5 of 6

London 2019

Das ist der schwierigste Brocken und erfordert wohl am meisten „Arbeit“ davor. Quasi 0 Chance über die Lottery, über Jahre ausgebuchte Travel Agencies, keine Möglichkeit als Non UK resident sich über eine Zeit zu qualifizieren und Charities mit hohen Spendensummen und ebenfalls einer Auswahl der Läufer machen ist beinahe unmöglich bei diesem sechsten und letzten Marathon überhaupt an der Startlinie zu stehen und den Traum der SIX STAR MEDAILLE zu erfüllen. Ob und wie ich es nach London 2019 schaffen will, das erfährt ihr hier. 😉

 

 

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