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Trailrunning für Anfänger – Hochschwab Region Fölzstein

Tipps, die richtige Ausrüstung und die richtige Vorbereitung – ein Bericht für Einsteiger und erfahrene Läufer die neue Routen und anspruchsvolle Trails suchen. Ein Schönwetterlauf als Training für den Chicagomarathon im Herbst.

Als interessierter Läufer möchte man ja immer etwas Neues ausprobieren und sich auch mal auf ungewohntem Terrain bewegen. Nicht zuletzt um neue Reize zu setzen und sich dadurch auch in der Paradedisziplin zu verbessern. Mein Fokus liegt beim Straßenlauf, wo ich mir auch die nächsten Ziele, Chicago Marathon 2017 und Tokyo Marathon 2018, gesetzt habe. Allerdings habe ich bemerkt, dass ich durch das Berglaufen auch auf der Straße besser werde. Also wurde das schöne Wetter genutzt und es ging in die Hochschwab Region in der Steiermark.

Die Route

Die Routenplanung war recht einfach, da ich auf der Plattform Bergfex eine sehr interessante Strecke gefunden habe die sich für das Trailrunning sehr gut eignet. Gestartet wurde beim Parkplatz Fölzklamm von wo es auf den Fölzstein ging. Ein Rundkurs mit knapp 14 km und über 1300 Höhenmetern Anstieg.

Route Fölzklamm – Fölzstein – Fölzklamm

2017-08-01 08_57_08-Analyse der Trainingseinheit - Polar Flow

DIE ROUTE AUF DEN FÖLZSTEIN

Die Ausrüstung

Sonnenschein am Vormittag und Regen (eventuell Gewitter) am Nachmittag war die Vorhersage in der Früh. So war die Wahl der Ausrüstung recht einfach und die lange Hose konnte zu Hause bleiben. Lediglich ein Regenschutz und ein langes Kapuzenshirt waren auf der Packliste. Der leichte Laufrucksack von Asics fällt nicht sehr ins Gewicht, bietet aber dennoch genug Platz für Verpflegung und Erste Hilfe Set (das darf nicht fehlen!). Mit dem Gel Fuji Attack 5 hatte ich genau den richtigen Schuh im Gepäck. Nicht zu schwer und dennoch guter Halt auf nassem und steinigem Untergrund.

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DURCH DIE KLAMM

Die Navigation

Als Straßenläufer sind meine Ansprüche bei der Pulsuhr sehr bescheiden. Ausgestattet mit der Polar M200 ging es auf den Berg. Ohne Routenanzeige und Kompass. Zeit, Distanz und Geschwindigkeit waren meine Werte auf dem Display. Auch die Höhenmeter konnte ich erst im Nachhinein online im Polar Flow einsehen. Wobei ich dann doch ein paar Mal auf mein GPS am Handy zurückgreifen musste und mir die vorher von Bergfex downgeloadete Strecke der Google Earth App angesehen habe. Das war essentiell, da der Weg im Gelände teilweise nicht immer eindeutig zu erkennen war und ich die Strecke in der anderen Richtung gelaufen bin, als auf Bergfex beschrieben. Eine vollwertige Navigation auf der Pulsuhr sind für die Zukunft auf jeden Fall eine Überlegung wert. Auch die Akkuleistung war bei der Polar recht schlecht für eine Dauer von vier Stunden.

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HOCHSCHWABREGION

Der Trailrun

Los ging es in langsamen Einlauftempo über eine Schotterstraße, zwischen Felsen hindurch und einer kleinen Bachquerung in den Wald wo auch sogleich der Anstieg auf den Berg begann. Entschädigt wurde die Anstrengung am Ende mit einem herrlichen Blick auf den Fölzstein zur linken Seite und mit wunderschönen Felsformationen auf der rechten Seite. Vorbei an zwei Berghütten ging es zum Gipfelsturm auf den Fölzstein, begleitet von Steinböcken im felsigeren Teil. Das Gipfelkreuz war eine Zugabe, ehe es über einen schmalen Grad mit Schluchten rechts und links bergab in bewaldetes Terrain ging. Der Abstieg hatte es in sich und die restliche Energie aus den Oberschenkeln gesaugt. Am Ende standen insgesamt über 3h 30min reine Laufzeit mit ein paar Gehabschnitten auf dem Display und die Strecke hatte sich als anspruchsvoller erwiesen als gedacht.

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HOCHSCHWABREGION

Mein Fazit

Dieser Trailrun ist definitiv nichts für blutige Anfänger, allerdings bei schönem Wetter mit ein wenig Erfahrung gut zu absolvieren. Eine ausreichende Grundkondition ist aber auf jeden Fall Voraussetzung. 2500 kcal ärmer, 1300 Höhenmeter mehr in den Beinen und knappe vier Stunden mehr auf dem Trainingskonto für den Chicagomarathon machen Lust auf mehr Einheiten wie diese.

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VACACARE RUNNERS ZINC

Tipps

+ Gute Routenplanung via bsp. Bergfex
+ Wetterbericht ansehen
+ Am Anfang schauen, dass man richtig in die Route einsteigt, da tlw. die Wegmarkierungen unzureichend sind
+ Laufuhr mit GPS Navigation am Display und einspielbare Routen (alternativ Google Earth und Route downloaden)
+ Sonnenschutz von VACACARE (Runners oder Hickers Zinc)
+ Gute Grundkondition
+ Genügend Regeneration danach
+ Spaß haben und genießen
+ Das Tempo ist sekundär – bei steilen Passagen ruhig mal einen Gehabschnitt einlegen
+ Achtung bergab wenn die Beine müde sind

Packliste für den Trailrun

Packliste Trailrun

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