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Work-Life-Run-Balance – Wie bringst du alles unter einen Hut?

Als Vielläufer oder sogar Marathonläufer kennst du sicher das Problem. Training hat oberste Priorität, aber trotzdem sind da noch Job, Freunde, Familie und andere schöne Dinge im Leben, die man neben dem Laufen auskosten will. Aber wie soll man das alles unter einen Hut bringen?

Die Einstellung der verschiedenen Generationen hat sich ziemlich gewandelt. So war früher ein langjähriger Job in einem sicheren Unternehmen der alleroberste Stellenwert. Das hat sich mit der Zeit geändert. Flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeit, Homeoffice und offene Arbeitsstrukturen prägen die jüngeren Generationen. Die neueste Generation Z strebt angeblich sogar wieder eine klare Trennlinie zwischen Beruf und Freizeit an.

Wie geht es dir dabei, welcher Typ bist du? Ich für meinen Teil habe immer versucht dem Sport einen möglichst hohen Stellenwert einzuräumen. Mal neben einem Teilzeitjob mit flexibler Zeiteinteilung, neben dem Studium mit den Laufeinheiten zwischen den Vorlesungen oder auch beim Homeoffice in der „Mittagspause“. Die Hardcore-Variante ist aber sicher der Vollzeitjob mit Überstunden. Trainingseinheiten um 6.00 Uhr vor der Arbeit und die zweite Einheit am Abend nach der Arbeit waren da keine Seltenheit. Aber ist das notwendig? Sollen wir uns so quälen?

Ich meine mit der Erfahrung und weniger Leistungsdruck denkt man da ein bisschen entspannter. Nehmen wir eine 5-Tage Woche bei einer Vollzeitstelle. Wer will da schon jeden Morgen zwei Stunden laufen gehen? Angenommen du trainierst für einen Marathon. Da reicht es doch, wenn du einmal in der Woche vor der Arbeit beispielsweise auf die Laufbahn zum Intervalltraining gehst und am Folgetag nach der Arbeit noch eine ruhige 90 Minuten Einheit runterspulst. Wenn das Dienstag und Mittwoch passiert, dann naht ja schon das Wochenende. Und bei einem kurzen Freitag und einem langen Samstag und Sonntag bringst du dann locker nochmal drei Einheiten unter und du bist bei guten fünf Trainings die Woche. Absolut ausreichend für ein solides Marathontraining. Selbst wenn du unter der Woche eine Einheit ausfallen lässt, so sind das immer noch vier Einheiten pro Woche.

Beispielwoche (Vollzeitarbeit)

  • Mo Ruhetag
  • Di Intervalltraining 6x 1000m (alternativ 45min Fahrtenspiel in der Mittagspause)
  • Mi 60-90min Dauerlauf (alternativ 60min Ergometer)
  • Do Ruhetag
  • Fr 60min Tempolauf
  • Sa 75-90min Fahrtenspiel oder 120min Dauerlauf
  • So 120 Long-Jog

 

Ein bisschen Selbstdisziplin gehört allerdings dazu, um die notwendigen Einheiten auch über einen Zeitraum von 10-16 Wochen durchzuziehen. Allerdings wirst du am Ende mit einer guten Marathonzeit belohnt und kannst danach auch wieder ein bisschen die Beine hochlegen.

 

Tipps für das Laufen neben dem Beruf

 

  1. Zeitmanagement: Teile dir deine Trainingszeit realistisch ein und setzte Prioritäten (auch mal welche, die nichts mit Sport zu tun haben)
  2. Regeneration: Vor allem bei einer Doppelbelastung mit Job und Privatleben ist die Regeneration wichtig. Mindestens ein Tag pro Woche sollte trainingsfrei sein
  3. Trainiere effektiv: Jede Trainingseinheit sollte ihren Zweck haben, ganz nach dem Motto Qualität vor Quantität
  4. Kein Stress: Lass dich durch den Sport nicht zusätzlich stressen. Wenn eine Einheit nicht gemacht werden kann, dann lass sie einfach aus und versuche nicht, diese mit allen Mittel nachzuholen

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